Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

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Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Auf dem Platz vor der katholischen St.-Ludgerus-Kirche steht ein rund 13 Meter hoher Obelisk, den die Insulaner bis heute „Klamottendenkmal“ nennen — eine Klamotte ist hier kein Kleidungsstück, sondern ein Gesteinsbrocken. Und genau das ist der Turm: ein Stapel Steine, zusammengeschickt aus dem ganzen Deutschen Reich.

Die Idee hatte 1889 ein Pfarrer aus Mönchengladbach, getragen wurde sie vom „Kurparlament“, der Interessenvertretung der Badegäste. Über 130 Städte bekamen Post, rund 40 sagten ab — geblieben sind Steine von 75 Städten, Provinzen und privaten Stiftern, 61 davon mit eingraviertem Herkunftsnamen. Köln schickte einen Brocken aus der Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, Frankfurt einen Stein vom Römer, Berlin einen Granitblock von sechs Tonnen. Sie kamen per Bahn bis Leer und von dort mit dem Schiff auf die Insel. Ein erster Entwurf stammte übrigens von Paul Wallot, dem Architekten des Reichstags — er war schlicht zu teuer.

Enthüllt wurde das Denkmal am 2. September 1899, dem Sedantag; gestiftet haben es laut Inschrift „die deutschen Kurgäste“. Die Bronzebüste des Kaisers ging 1917 in die Metallspende und wurde für die Rüstung eingeschmolzen. An ihrer Stelle sitzt seit 1938 eine steinerne Möwe. Geh einmal langsam herum — vielleicht findest du ja deine Heimatstadt.

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Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

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Auf einen Blick

  • Enthüllt

    2. September 1899, am Sedantag

  • Höhe

    Rund 13 m Obelisk

  • Steine

    von 75 Stiftern, 61 mit Namen graviert

  • Auf der Spitze

    Steinerne Möwe, seit 1938