Die Napoleonschanze

Stop 4 von 8

Die Napoleonschanze

Achtung, kurzer Stopp: Ab hier, am Eingang in der Gartenstraße, geht es nur noch zu Fuß weiter. Im Kurpark ist Radfahren nicht erlaubt – also bitte absteigen und das Rad schieben oder hier abstellen. Es lohnt sich, denn drinnen warten gleich zwei Highlights: der grüne Kurpark und mittendrin die Napoleonschanze.

Zuerst der Park: Der Kurpark wurde Ende der 1880er-Jahre angelegt und zieht sich von hier bis hinüber zum Kurplatz. Eine grüne, bewaldete Oase mit altem Baumbestand, Wegen und einem idyllischen Schwanenteich – ein ruhiger Kontrast zum quirligen Inselleben.

Das eigentliche Herzstück aber ist die Napoleonschanze. Ihr Name führt direkt in eine bewegte Zeit: Von Ende 1811 bis Frühjahr 1812 war Norderney Teil des französischen Kaiserreichs, und Napoleons Truppen errichteten hier eine Befestigungsanlage. Rund 300 Soldaten bauten die Schanze, ausgestattet mit einem Blockhaus, einem Backhaus und vier Kanonen.

Ihr Zweck war handfest: Die Franzosen wollten die Kontinentalsperre gegen England durchsetzen und den blühenden Schmuggel zwischen Helgoland und den Ostfriesischen Inseln unterbinden. Bis November 1813 hielten sie hier die Stellung – dann endete die Besatzung.

Danach verfiel die Schanze und wurde zum beliebten Ausflugsziel. 1912 gab man ihrem Inneren eine ganz besondere Bestimmung: Man gestaltete dort eine „Waldkirche" – mit Bäumen als Säulen und dem Blätterdach als Kirchendach. Bis heute ein stimmungsvoller Ort unter freiem Himmel.

So vereint dieser kleine Hügel im Park gleich mehrere Geschichten: französische Besatzung, Schmuggel, Kontinentalsperre – und eine Kirche aus Bäumen. Lass dir ruhig Zeit, schlender durch den Park, und entdecke, wie aus einer alten Kanonenstellung ein friedlicher Lieblingsort der Insel geworden ist.

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Die Napoleonschanze

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Auf einen Blick

  • Nur zu Fuß im Park

    Rad am Eingang abstellen

  • Napoleonische Schanze 1811/12

    300 Soldaten, 4 Kanonen

  • Gegen Schmuggel & Blockade

    Kontinentalsperre bis 1813

  • Waldkirche seit 1912

    Bäume als Säulen