Ehemaliger Seeflughafen

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Ehemaliger Seeflughafen

Was du hier am Weststrand vor dir hast, sieht heute unscheinbar aus – ist aber ein echtes Stück Luftfahrtgeschichte. Hier am Westkopf der Insel lag einst Norderneys Seeflughafen, und der Beton vor dir gehörte zur historischen Ablaufbahn, über die Wasserflugzeuge ins Meer hinabglitten.

Angefangen hatte alles 1910 mit spektakulären Schauflügen zur ersten Norderneyer Sportwoche – fast 3.000 Schaulustige kamen dafür auf die Insel. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 baute die Marine den Platz zu einer der größten Seeflugstationen der Nordsee aus: hölzerne Hangars, eine Werfthalle und eben jene Ablaufbahn, über die die schweren Flugboote zu Wasser gelassen wurden. 1916 entstanden drei Hallen mit den klangvollen Namen „Anton", „Berta" und „Caesar".

Nach dem Krieg rettete Bürgermeister Jann Berghaus die Anlagen vor dem Abriss. 1922 wurde die Flughafen Norderney GmbH gegründet, und für kurze Zeit träumte man sogar von einem Überseeflughafen. Ein zehnminütiger Rundflug kostete damals stolze 2.000 Mark. Später hob hier sogar die Lufthansa mit der dreimotorigen Ju 52 ab.

Mit dem Zweiten Weltkrieg wurde Norderney zum Luftwaffenstützpunkt – und 1945 sprengten die Alliierten sämtliche Anlagen am Westkopf. Die Ablaufbahnen und Betonflächen flogen in die Luft.

Der heutige Flugplatz liegt ganz woanders, beim Leuchtturm, und wurde erst 1970 eröffnet. Den werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch sehen. Hier am Weststrand erinnern nur noch die Betonreste an die Zeit, als Flugboote von Norderney aus über die Nordsee starteten.

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Ehemaliger Seeflughafen

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Auf einen Blick

  • Seeflugstation

    Ab 1914 am Westkopf

  • Ablaufbahn

    Für Seeflugzeuge

  • Zerstörung

    1945 durch Alliierte

  • Rundflüge

    Damals 10 Min. für 2.000 Mark

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